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Der Bl. Spätburgunder ist die Leitsorte bei der Rotweinerzeugung für das Anbaugebiet Baden. Die Sorte hat möglicherweise den größten Variantenbereich nicht nur in der Pinot-Gruppe, sondern
darüber hinaus in allen angebauten Sorten Badens. Leider steht uns dieser Variantenbereich beim Ruländer und Weißburgunder auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung. Ausgewählte Varianten, welche oft durch fast unscheinbare Mutationen
entstanden sind und gezielt weiter vermehrt wurden, nennen wir Klone. Ob es wirkliche Mutanten sind oder ob sie nur durch standortbedingte Umwelteinflüsse zustande gekommen sind, zeigt nur der gezielte Nachbau.
Veränderungen im
gesamten Habitus einer Sorte kann auch Ursache einer latent vorhandenen Krankheit sein. Wirksamer Ausschluss von einer weiteren Vermehrung ist somit nur durch eine Laborprüfung (ELISA-Test oder/und Pfropftest) möglich. Latent vorhandene
Krankheiten im Hinblick auf visuell beobachtete positive Eigenschaften wie Ertrag, Beerengröße, Mostgewicht usw. in Kauf zu nehmen, hieße mit dem Feuer zu spielen und ein geringeres Bestandsalter vorneweg in Kauf zu nehmen. Die
Einführung eines neuen Klones setzt die Anwendung der geschilderten Grundsätze also voraus.
Auch die Anwendung dieses Kloneprinzipes (Vermehrung eines einzelnen Rebstockes) verhindert nicht, dass sich Mutationen im Vermehrungsbestand
des Klones fortsetzen.
Man nennt den Nachbau dieser Rebstöcke dann Subklone. Der Vorteil: gute Eigenschaften finden sich mit großer Wahrscheinlichkeit im Subklon wieder. Nachteil: die Genetik bleibt eingeschränkter.
Die
nachfolgende Grafik zeigt Herkunft und Aufbau der gegenwärtigen im aktuellen Anbau sich befindenden Klone unseres Hauses.
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