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Frank Pinot: Der Klon ist der jüngste und gegenwärtig noch am wenigsten verbreitete im Frank-Sortiment. Er könnte aber im sogenannten Kult-Bereich in der Zukunft eine Spitzenposition
besetzen. Die Trauben sind auffallend sowohl kleinbeerig als auch kleintraubig. Jahrgangsbedingt hin und wieder auch mischbeerig. Der Klon besticht vor allem durch die Aromatik bedingt durch extrem kleine Beeren, ein wichtiges Kriterium
für die Aromatik und einem günstigen Verhältnis von Beerenschale zum Saft. Der Klon ist am ehesten mit dem franz. Klon 777 vergleichbar. Er hat aber im direkten Vergleich deutlich kleinere Beeren und ist etwas lockerbeeriger
als France 777. Trotzdem ist er weniger in die Kategorie der Lockerbeerigen ein zu ordnen. Eine seiner Hauptstärken ist aber der unterdurchschnittliche Ertrag, ein wichtiges Kriterium für echte Rotweinqualität. Der Klon pendelt sich
im Durchschnitt der Jahre bei etwa 40-60kg/ar ein. Frühzeitiges Auslichten der Traubenzone und eine gute Botrytisbehandlung sind somit auch für diesen Klon ein Muss. Das Mostgewicht liegt jahrgangsspezifisch etwa 5 -8 Grad
Öchsle über dem Schnitt anderer Spätburgunderklone, kann aber auch einmal darunter liegen wie 2011, weil er sehr früh reift. Erfahrungsgemäß sind die Trauben des Frank Pinot tendenziell frühreif, bedingt durch die kleinsten Beeren,
welche als erste ihre volle Beerenreife erreichen. Diese bestimmen letztlich den Erntetermin. Es gilt somit auch für diesen Klon, dass die Gesunderhaltung der Trauben Vorrang hat vor dem Erreichen eines Maximum- Mostgewichtes.
Das vielfach in Anwendung gekommene maschinelle Ausblasen zum Ende der Blüte ist nach derzeitigen Erfahrungen bei diesem Klon besser zu unterlassen. Es erübrigt sich auch. Eine moderate Entblätterung von Hand ist vorzuziehen.
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